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Pressemitteilung: Kandidatinnen mit Zuwanderungsgeschichte werden vor Wahlen rassistisch bedroht

Mit seinem Modell-Projekt „Politfix“ möchte der Bundesverbands Interkultureller Frauen in Deutschland e.V. (BIFeV) dazu beitragen, dass ein repräsentativer Querschnitt von Menschen unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven in politischen Gremien vertreten sind. In Hessen haben sich im Vorfeld der Kommunalwahlen am 14.03.2021 deshalb parteiübergreifend etwa 40 Kandidatinnen mit Migrationsgeschichte angemeldet, sich Kompetenzen angeeignet und im Netzwerk ausgestauscht. Zunehmend berichten diese Kandidatinnen von Bedrohungen, die sie selbst oder ihr Umfeld betreffen. Die Folge davon ist, dass sie ihre Wahlkampfaktivitäten zurückfahren oder gar ihren Ausstieg aus dem politischen Engagement überlegen.

„Wenn die Flyer mit unzweideutigen Beschmierungen in den Postfächern von Kandidat*innen landen, oder unterschwellige Morddrohungen gesendet werden oder in einer Gruppe von Plakaten, nur diejenigen von Menschen mit Migrationsgeschichte abgerissen werden, dann ist das nicht nur ein niederträchtiger Angriff auf die Person, sondern ist demokratiefeindlich und damit ein Angriff auf die gesamte Gesellschaft. Es darf niemand Angst davor haben, sich in Hanau oder sonstwo in Hessen im Rahmen des Grundgesetzes politisch zu engagieren!“, erklärt die Gründungsvorsitzende des BIF e.V.  Galina Ortmann.

Der Ansatz von BIFeV ist, dass der persönliche Schutz der Opfer Priorität hat. Daher wurde Kontakt mit den relevanten staatlichen Stellen aufgenommen und diese aufgefordert, die Opfer zu schützen und die Täter zu verfolgen. Andererseits erwartet BIF e.V., dass alle Demokrat*innen sich solidarisieren, diesen Bedrohungen entschieden entgegentreten und so zum Schutz von Demokratie und den persönlichen Schutz der angefeindeten Kandidatinnen beitragen.

Der Bundesverband ist Frau Melissa Kaynak von der Liste „Wir sind Hanau“ stellvertetend für alle Kandidatinnen dankbar, die sich nicht durch die Bedrohung haben einschüchtern lassen und sich weiter für Demokratie und Teilhabe in Deutschland einsetzen.

Der Bundesverband interkultureller Frauen in Deutschland (BIFeV) ist ein gemeinnütziger, bundesweiter Verband von Frauen, mit Frauen und für Frauen. Er ist überparteilich, konfessionell ungebunden und ethnisch und kulturell vielfältig. Er bekennt sich zu den Werten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Hauptaufgabe des Vereins ist, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in allen Bereichen der Gesellschaft zu fördern.

Galina Ortmann

Bundesverband interkultureller Frauen in Deutschland e.V. (BIFeV)

Feldstraße 41

31141 Hildesheim

Mobil: 0152 – 01710828        

E-Mail: politfix@bifev.de

Web: www.politfix.de

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